Ausstellungen

Mumien und Totenkult

Der Glaube der alten Ägypter an ein Leben nach dem Tod gehört zu den faszinierendsten Themen des alten Ägypten. Wenn man von diesem Land spricht, sind die Begriffe Pyramiden, Gräber und Mumien meist die ersten, die einem in den Sinn kommen.

Die Ägypter schienen besessen von dem Tod gewesen zu sein. So der Eindruck, wenn man die mächtigen Pyramiden, die wundervoll ausgeschmückten Gräber und die Mumien sieht, die mit einer unglaublichen Akribie vor dem Verfall bewahrt wurden. Einige sehen noch heute so aus, als wären sie erst vor wenigen Jahren – und nicht vor vielen Jahrtausenden – gestorben.

Abenteuerreise ins Alte Ägypten für Kinder

Begleitend zur Großen Landesausstellung „Ägyptische Mumien – Unsterblichkeit im Land der Pharaonen“ hatte das Landesmuseum Württemberg eine gesonderte Präsentation im Angebot, die sich insbesondere an junge Besucher zwischen 5 und 12 Jahren richtete.

Als kleine Mumien-Forscher konnte eine Menge spannender Dinge rund um das Thema Ägypten entdeckt werden. Im Gegensatz zur Hauptausstellung war es erlaubt, die meisten Stücke auch anfassen und ausprobieren. So konnte man sich z.B. als Pharao oder ägyptische Göttin verkleiden oder im Sand nach kostbaren Schätzen graben.

Die Ergebnisse der Forschungsexpedition wurden in einem Grabungstagebuch festgehalten, das man zur Erinnerung an den Besuch im Land der Pharaonen mit nach Hause nehmen konnte. Bei besonders kniffligen Fragen half die Katze Miu.

Ein Rundgang durch die Präsentation

Die Präsentation „Abenteuerreise ins Alte Ägypten“ richtete sich an Kinder ab 5 Jahren. Hier durfte mit allen Sinnen geforscht werden.

Begrüßt wurden unsere jungen Besucher durch die sprechende Katze Miu, die die Verkörperung der Schutzgöttin Bastet darstellt.

Die Erforschung der Schrift bildete den Einstieg in die Ägyptologie. Mit Hilfe des „Steins von Rosette“ konnten die Hieroglyphen entschlüsselt werden. Um wertvolle Objekte finden zu können, mussten die Kinder selbst zu Kelle und Pinsel greifen und die im Wüstensand verborgen Kostbarkeiten ausgraben.

Eine geheimnisvolle Mumie will sorgfältig untersucht werden. Hinter Klappen verbargen sich Objekte für alle Sinne: zum Fühlen, Riechen und Anschauen. Mit der Taschenlampe konnten Wandmalereien ausgiebig betrachtet werden. Sie zeigten altägyptische Gottheiten, die zumeist als Mensch-Tier-Mischwesen dargestellt sind.
Wer wollte durfte sich auch selbst als Ägypter verkleiden: Perücken, Krägen und Kleider standen zur Verfügung, aber auch Tiermasken der Götter Anubis, Bastet und Thot.

Und auch die Ernährung wurde thematisiert: Wenn die Teile eines raffinierten 3-D Puzzles richtig aufeinander gestapelt wurden, erhielt man einen altägyptischen Opfertisch, auf dem den Göttern die damals üblichen Lebensmittel dargebracht wurden.

Für die Kinder alles in allem ein tolles und unvergessliches Erlebnis.